Grüner Veltliner – Paul Feucht

G r ü n e r V e l t l i n e r P a u l F e u c h t

Der Grüne Veltliner ist die Rebsorte im Weinviertel. Fast 30% der Rebfläche, das entspricht rund 13.000 ha, sind mit dem Veltliner bepflanzt. Er ist somit die Leitsorte bei uns im Weinviertel. Der Grüne Veltliner findet bei uns auch die optimalen Standortbedingungen, gedeiht besonders gut auf Lehm- und Lössböden und kann auch mit der Trockenheit sehr gut umgehen.

Grüner Veltliner – der „Weißgipfler“

Der Grüne Veltliner ist eine autochthone Rebsorte. Das bedeutet, dass sie hier in unserem Gebiet entstanden und heimisch ist. Der Grüne Veltliner hat viele Synonyme, das bekannteste ist der Name Weißgipfler. Den Namen hat der GV von seiner weißen Triebspitze. Das lässt sich besonders schön beobachten, wenn die Reben Ende Mai am Austreiben sind. Besonders gut sichtbar wird das entlang den Rebzeilen. Dort erstreckt sich eine weiße Linie über die jungen Rebtriebe.

„Grüne Lese“ für bessere Traubenqualität

Ursprünglich hat sich der Veltliner vermutlich auch deshalb so gut etabliert, weil er nicht nur gute Weinqualitäten und das für ihn typische Pfefferl hervorbringt, sondern vor allem auch eine Rebsorte ist, die eine sehr gute Fruchtbarkeit hat. Das bedeutet, dass gerade in guten Jahren mit einem hohen Fruchtansatz zu rechnen ist. Hier muss dann der Winzer für gute Traubenqualität die Tauben, die zu viel sind, wegschneiden. Dies wird „Ausdünnen“ genannt und wird meistens Anfang Juli durchgeführt. Hier werden die grünen Trauben weggeschnitten, damit die verbleibenden Trauben am Stock bestmöglich reifen. Diese Arbeit nennt man auch die „Grüne Lese“.

In unserem Betrieb beträgt die Rebfläche des Veltliner 4,8 ha. Bei einer Gesamtfläche von 8,3 ha ist das mehr als die Hälfte der gesamt bewirtschafteten Rebfläche in unserem Weingut. Das Faszinierende an dieser Rebsorte ist sein Potential und sein breites Spektrum der Weinbereitung. Nur wenig Rebsorten können in dieser Liga mitspielen. Mit dem Veltliner ist es möglich, an unterschiedlichen Standorten komplett unterschiedliche Weine herzustellen.

Rusternberg – typischer Südhang

Am Rustenberg, ein typischer Südhang mit einem hohen Anteil an rotem Schotter, wachsen sehr mineralische Veltliner mit wunderschönen gelbfruchtigen Aromen nach gelbem Apfel, Mango, Birne und Ananas. Die mineralischen Noten im Wein kommen vom Boden: Die Rebe nimmt sie mit den Wurzeln auf und lagert sie in den Trauben ein. Durch die Hanglage wird die Sonneneinstrahlung besser im Boden gespeichert, dadurch erwärmen sich gerade im Herbst die Böden etwas mehr und können am Abend die Wärme wieder abgeben. Das bewirkt eine höhere Reife der Trauben, auch die Säure wird stärker eingebunden, wodurch besonders ausdrucksstarke und kraftvolle Veltliner entstehen.

Wiege: Besonders fruchtige Aromen

In der Wiege, eine Kessellage mit sehr viel Lehm und einer guten Humusschicht, wachsen besonders fruchtbetonte Weine. In dieser Lage ist es immer um 1-2° Grad kühler. Das genügt jedoch schon, um die frischfruchtigen Aromen zu erhalten, die unser Paul Feucht auf jeden Fall haben möchte.

Mit dem Paul Feucht wollten wir unserem Veltliner ein Gesicht und einen neuen Namen geben. Dafür eignet sich perfekt ein Veltliner – speziell aus dieser Lage. Die Weine sind immer sehr fruchtig, nach frischem Gras und grünen Äpfeln. Durch die kühlen Nächte wird die Säure weniger schnell abgebaut und es werden die grünen und frischen Fruchtaromen (Pyrazine) erhalten.

Paul Feucht – der Fruchtige

Da liegt doch der Name Paul Feucht auf der Hand, frisch, lustig, lebensfroh, unkompliziert. Ein Veltliner, der zu vielen Gelegenheit passt. Am besten im Sommer auf der Terrasse oder im Garten, da macht er so richtig Spaß und kann seine Vorzüge am besten zeigen. Grüner Äpfel (Granny Smith), frische Gräser, zarte mineralische Noten, am Gaumen spritzig und er macht auf jeden Fall mit jedem Schluck Spaß auf mehr. Und wie würde sich Paul Feucht selbst beschreiben: „Für manche bin ich der frische Fruchtige mit den grünen Äpfeln und den Limetten im Abgang. Wer mich besser kennt, nennt mich Paul. Gelegentlich auch Herr Feucht.“